Chantal Hermes

Studien/Ausbildung

Raum- und Umweltplanung TU Kaiserslautern

Beruf

Ingenieurin

Gemeinde Ettelbrück

Alter

26 Jahre

Kinder

/

MOTIVATION UND ANSICHTEN

 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Beruf zu ergreifen, in dem die Frauen noch unterrepräsentiert sind?
Was hat Sie speziell an diesem Beruf interessiert?

 

Eigentlich habe ich mir eher mein Studium als meinen Beruf ausgesucht. Die Raumplanung interessierte mich anfangs vor allem aufgrund der vielfältigen Themenfelder. Das Studium umfasst neben der Stadt-, Orts- und Regionalplanung auch juristische, umwelttechnische und soziologische Aspekte. Außerdem ermöglicht das Studium der Raumplanung auch einen Einblick in andere Bereiche, etwa die Siedlungswasserwirtschaft oder die Verkehrsplanung. Hieraus ergibt sich ein sehr breiter Handlungsspielraum für Spezialisierungen und damit

auch für die spätere Berufswahl.

 

Als Sie sich für diesen Beruf entschieden haben, gab es da Aspekte die Sie zögern ließen?

Nein, es besteht zu Beginn des Studiums immer noch die Möglichkeit sich anders zu entscheiden. Selbstverständlich kommt immer wieder die Diskussion auf, ob ausreichend Arbeitsplätze vorhanden sind, aber durch das breite Aufgabenspektrum verteilen sich Raumplaner sehr gut auf dem Arbeitsmarkt.

 

Entspricht der Beruf Ihren Vorstellungen?

Die vielfältigen Themenfelder und der Kontakt mit einem breiten Spektrum an unterschiedlichen Akteuren ist vorhanden und gestaltet die Arbeit sehr spannend. Allein in den ersten Wochen meiner Tätigkeit für die Stadt Ettelbrück traf ich – neben den Mitarbeitern aus anderen Abteilungen, mit denen wir auch eng zusammenarbeiten private Planer und Architekten, Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes, des Denkmalschutzamtes und der Maison Relais, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Hierbei ergibt sich auch immer die Gelegenheit etwas dazuzulernen und den Einblick in andere Bereiche zu vertiefen.  

 

Wie stehen Ihre Familie und Ihre Freunde zu Ihrer Berufswahl?

Meine Familie und Freunde finden diese Berufswahl nicht unbedingt ungewöhnlich.

 

BERUFLICHE ASPEKTE

 

Beschreiben Sie kurz Ihren Berufsalltag

Mein Berufsalltag ist sehr abwechslungsreich und spielt sich sowohl im Büro als auch außerhalb davon ab. Im Büro selbst findet die Vor- und Nachbereitung unterschiedlicher Sitzungen statt. Hierzu zählen sowohl hausinterne und Schöffenratssitzungen als auch die Besprechungen mit anderen Akteuren, die teilweise außer Haus stattfinden. Darüber hinaus besteht ein wichtiger Teil der Arbeit im Büro natürlich auch darin, den Bürgern in direktem Kontakt bei ihren Anliegen weiterzuhelfen. Die bereits erwähnten Besprechungen außer Haus werden oft mit der Besichtigung der betroffenen Baustellen, Bauwerke oder Gebiete verbunden.

Welche Eigenschaften muss man besitzen, um diesen Beruf auszuüben?

Kommunikationsfreudigkeit ist sehr wichtig. Es besteht ein ständiger Kontakt sowohl zu den Mitarbeitern der Gemeinde als auch zu ihren Bürgern, mit Projektpartnern oder mit Vertretern verschiedener Ämter. Auch Flexibilität ist eine vorteilhafte Eigenschaft. Es ist kaum möglich den Tagesablauf von vornherein komplett durchzuplanen, da ständig etwas Unvorhergesehenes auf einen zukommen kann. Genau das macht die Arbeit aber auch so spannend und abwechslungsreich.

Falls es Probleme gibt, wie lösen Sie diese?

Ich versuche erst mal mit allen Betroffenen zu reden, ihnen zuzuhören und ihren Standpunkt zu verstehen. Viele Probleme lassen sich sehr einfach aus der Welt schaffen, weil sie eigentlich nur aus einem Missverständnis entstanden sind. Bei den Problemen die dann noch übrig bleiben, ist es wichtig zwischen den Akteuren zu vermitteln oder, wenn man selbst betroffen ist, den eigenen Standpunkt so klar wie möglich darzulegen aber auch Kompromissbereitschaft zu signalisieren.

 

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