Claudine Neises

Studien/Ausbildung

CATP in Bauingenieurwesen

Beruf

Technische Zeichnerin

Gemeinde Esch/Alzette

Alter

38 Jahre

Kinder

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MOTIVATION UND ANSICHTEN

 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Beruf zu ergreifen, in dem die Frauen noch unterrepräsentiert sind?
Was hat Sie speziell an diesem Beruf interessiert?

Meine Wahl fiel nicht auf meinen jetzigen Beruf, wegen der niedrigen Frauenquote, sondern, weil ich mir sicher war, dass ich einen Beruf ausüben möchte, in dem ich meine  Fantasie/Vorstellungskraft einsetzen kann. Andere Aspekte; ein Beruf wo ich etwas mit  meinen Händen erschaffen kann (früher noch Handzeichnen, jetzt alles über PC); das präzise Arbeiten und die Genauigkeit beim Erstellen der Pläne; mit zu verfolgen wie etwas auf  Papiergedrucktes in der Praxis Gestalt annimmt; dass es keine 100% Büroarbeit ist; die Vielfältigkeit.

 

Als Sie sich für diesen Beruf entschieden haben, gab es da Aspekte die Sie zögern ließen?

Ja, es gab zu der Zeit, wie auch wohl noch heutzutage, lediglich ein Lyzeum, das diesen Beruf im Lehrplan anbot, und zwar das LTAM auf dem Limpertsberg, heute das LJBM in Mamer.

 

Entspricht der Beruf Ihren Vorstellungen?

Ja, voll und ganz.

 

Wie stehen Ihre Familie und Ihre Freunde zu Ihrer Berufswahl?

Die haben keine Probleme damit, allerdings sind schon ab und zu einige verwundert, wie wenig Frauen man in unserem Beruf antrifft.

 

 

BERUFLICHE ASPEKTE

 

Beschreiben Sie kurz Ihren Berufsalltag

Vorrangig das Erstellen von Bauplänen. Gelegentlich das Aufmessen  vor Ort und Besichtigung der Baustelle.

 

Welche Eigenschaften muss man besitzen, um diesen Beruf auszuüben?

 

Falls es Probleme gibt, wie lösen Sie diese?

Ganz einfach darüber reden.

 

 

PERSÖNLICHE WERTEINSCHÄTZUNG

 

Glauben Sie, dass Frauen in diesem Beruf benachteiligt sind?

Ab und zu schon. Es ist nicht immer einfach sich gegenüber den Männern zu behaupten oder im Beruf als ebenbürtig angesehen zu werden.

 

Warum gibt es, Ihrer Meinung nach, so wenig Frauen, die diesen Beruf wählen?

Keine ausreichenden Kenntnisse bezüglich des Berufes; falsche Vorstellungen vom Beruf.

 

Welche Änderungen müssten vorgenommen werden, damit mehr Frauen sich für diesen Beruf entscheiden?

Vielleicht auch die Männer sensibilisieren für dieses Thema und nicht nur die Frauen!

 

Welche Botschaft haben Sie für die jungen Mädchen, die sich im Moment beruflich orientieren?

Berufe austesten, d.h. ein Praktikum machen. Die von den Schulen organisierten Schnupperkurse nutzen, um sich ein Bild über die jeweiligen Berufe machen zu können. Sich darüber Gedanken machen was man von seinem Beruf seiner Zukunft erwartet, wo die jeweiligen persönlichen Stärken liegen.

 

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